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Seit 1997 ziehe ich auf ca. 3000qm Freilandfläche 1000 verschiedene Staudenarten und -sorten zum Direktverkauf in der Gärtnerei heran.

Meine Vorliebe gehört den großen Beet- und Wildstauden (die durchaus 2,80m hoch werden können) und den Gräsern, aber das Sortiment umfaßt auch Steingartenpflanzen, Heil- und Gewürzkräuter, Stauden für schattige Gartenbereiche und für den Teichrand.
Besonders im Sommer und Herbst lohnt sich die Besichtigung des umfangreichen Mutterpflanzenquartiers und der Schaupflanzungen, die dann in voller Blüte stehen und Anregung für die Pflanzenverwendung im eigenen Garten sein können.

Ich möchte meine Besucherinnen und Besucher dazu ermutigen, sich auf das Abenteuer des Gärtnerns einzulassen. Das Anlegen eines Staudengartens vereint in sich alles, was man in der heutigen Zeit als Gegengewicht zu Stress und Hektik braucht: moderate körperliche Arbeit, das Leben mit der Natur, die Freude über kleine Dinge, das Vertrauen in die Kraft natürlicher Prozesse und natürlich Geduld, neudeutsch auch „Entschleunigung“ genannt. Nehmen wir einmal an, Sie haben sich überlegt, einen Garten anzulegen. Zunächst werden Sie sich einen groben Plan für die Pflanzung machen, wobei Sie schon bedenken, wo es sonnige und schattige Bereiche geben wird. Dann werden Sie sicherlich schon einige Lieblingsblumen im Kopf haben, die unbedingt in den Garten gepflanzt werden sollen. Idealerweise machen Sie sich eine kleine Zeichnung, in der Wege, Rasenflächen und ggf. Bäume vermerkt sind.

Mit diesen Eckdaten ausgerüstet kommen Sie in die Gärtnerei. Auch wenn die Fülle der Pflanzen zunächst dazu verführt, den Korb voll zu laden, kommt jetzt die Natur und auch die Geduld ins Spiel: eigentlich brauchen Sie lediglich jeweils je eine oder zwei Stauden für den Start, diese werden sich in Ihrem Garten dann selbst vermehren. Auch ich habe so klein angefangen, habe immer wieder Pflanzen geteilt, getopft und ausgepflanzt. Mit nur gelegentlicher Hilfe von freiwilligen Helfern ist so dieses große Gartenreich entstanden. Ich freue mich, wenn wir im Sinne der Nachhaltigkeit ein Stück des Weges zum eigenen Garten gemeinsam gehen können.

Ulrike Gürtler